Durchblick bekommen

Es gibt eine unübersehbare Fülle von ernsthaften und leider auch von nicht ernst zu nehmenden Persönlichkeitstests.

Sie alle wollen uns dabei helfen, uns selber besser verstehen zu lernen, um so z.B. die richtige Farbauswahl bei der Kleidung treffen zu können, je nachdem ob wir eher ein Sommer- oder ein Herbsttyp sind. Sie können uns auch dabei helfen zu verstehen, weshalb wir einfach als Phlegmatiker nicht zu einem Choleriker passen können und keinesfalls als dominanter Typ eine Führungspersönlichkeit heiraten sollten.

Ernsthafte Persönlichkeitstests können uns dabei helfen, uns selbst besser einschätzen zu können und zugleich helfen sie uns dabei, zu verstehen weshalb der Andere so anders ist.

Johannes bietet uns in seinem 4. Kapitel seines ersten Briefes ebenfalls einen Test an, allerdings keinen Persönlichkeitstest, sondern sichere Erkennungsmerkmale, um geistlich den Durchblick zu bekommen, 1. Johannes 4, Vers 1 bis 21 (Einheitsübersetzung): Liebe Brüder, traut nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind; denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgezogen. Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, Jesus Christus sei im Fleisch gekommen, ist aus Gott. Und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, ist nicht aus Gott. Das ist der Geist des Antichrists, über den ihr gehört habt, daß er kommt. Jetzt ist er schon in der Welt.

Ihr aber, meine Kinder, seid aus Gott und habt sie besiegt; denn Er, der in euch ist, ist größer als jener, der in der Welt ist. Sie sind aus der Welt; deshalb sprechen sie, wie die Welt spricht, und die Welt hört auf sie. Wir aber sind aus Gott. Wer Gott erkennt, hört auf uns; wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums.

Liebe Brüder, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe. Die Liebe Gottes wurde unter uns dadurch offenbart, daß Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben. Nicht darin besteht die Liebe, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.

Liebe Brüder, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben. Niemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet. Daran erkennen wir, daß wir in ihm bleiben und er in uns bleibt: Er hat uns von seinem Geist gegeben. Wir haben gesehen und bezeugen, daß der Vater den Sohn gesandt hat als den Retter der Welt. Wer bekennt, daß Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott, und er bleibt in Gott. Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen.

Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm. Darin ist unter uns die Liebe vollendet, daß wir am Tag des Gerichts Zuversicht haben. Denn wie er, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht gibt es in der Liebe nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Denn die Furcht rechnet mit Strafe, und wer sich fürchtet, dessen Liebe ist nicht vollendet.

Wir wollen lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott!, aber seinen Bruder haßt, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht. Und dieses Gebot haben wir von ihm: Wer Gott liebt, soll auch seinen Bruder lieben.

Genau genommen handelt es sich bei diesen Versen nicht nur um einen einzigen Test, sondern gleich um drei Tests:

1. Den Geistertest (Vers 1 bis 6)

2. Den Liebestest (Vers 7 bis 16a und Vers 19 bis 21)

3. Den Angsttest (Vers 16b bis 18)

Diese drei Tests sollen uns dabei helfen, den geistlichen Durchblick zu bekommen:

- um zu erkennen, wes Geistes Kind der Prophet ist

- um zu erkennen, wie wir leben, aber nicht leben sollten

- um zu sehen, was uns antreibt, aber nicht bestimmen sollte

1. Der Geistertest

1. Johannes 4, Vers 1 bis 6 (Einheitsübersetzung): Liebe Brüder, traut nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind; denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgezogen. Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, Jesus Christus sei im Fleisch gekommen, ist aus Gott. Und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, ist nicht aus Gott. Das ist der Geist des Antichrists, über den ihr gehört habt, daß er kommt. Jetzt ist er schon in der Welt.

Ihr aber, meine Kinder, seid aus Gott und habt sie besiegt; denn Er, der in euch ist, ist größer als jener, der in der Welt ist. Sie sind aus der Welt; deshalb sprechen sie, wie die Welt spricht, und die Welt hört auf sie. Wir aber sind aus Gott. Wer Gott erkennt, hört auf uns; wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums.

Hier geht es nicht um unterschiedliche theologische Meinungen, über die man so oder anders denken könnte. Es geht auch nicht um verschiedene Ansichten, die der eine für falsch und der andere für richtig halten kann. Oder um Ansichten, die im Namen Gottes geäußert werden und die allzu deutliche menschliche Spuren tragen. Um diese Fragen geht es Paulus im Zusammenhang mit dem prophetischen Reden – als einer guten Gabe Gottes im Raum der Gemeinde, z.B. in 1. Korinther 14. Wo er sich einerseits ausdrücklich für das prophetische Reden in der Gemeinde ausspricht, 1. Korinther 14, Vers 29a (Einheitsübersetzung) Auch zwei oder drei Propheten sollen zu Wort kommen und andererseits gleichzeitig die Prüfung solcher prophetischer Worte durch die Gemeinde anordnet, 1. Korinther 14, Vers 29b (Einheitsübersetzung) die anderen sollen urteilen.

Oder wie er in 1. Thessalonicher 5, Vers 19 bis 21 schreibt (Einheitsübersetzung): Löscht den Geist nicht aus! Verachtet prophetisches Reden nicht! Prüft alles, und behaltet das Gute!

Paulus rechnet mit der Möglichkeit, dass der Prophet irrt, dass er Wort Gottes zu sagen meint, während er doch nur eigene Gedanken ausspricht.

© Werner de Boor, Die Briefe des Johannes, Seite 107

Hier im 1. Johannesbrief – beim Geistertest – geht es um etwas ganz anderes. Es geht dabei eben nicht, um das in guter und ernst gemeinter Absicht gesprochene prophetische Wort eines Gott hingegebenen Christen, der – weil er als Christ ja auch Mensch bleibt – eben menschliches mit göttliches vermischt, so wie es ja auch niemals eine Predigt ohne menschliches Beiwerk geben wird, weil jeder Prediger hoffentlich nicht nur geistbegabt, sondern eben auch als Mensch spricht.

Hier geht es nicht um die Vermischung zwischen menschlich und geistlich, sondern um unterschiedliche Geister. Es geht um den Geist Gottes und um den Geist der Welt, den Geist des Antichristen, letztlich um dämonische Geister.

Luther nannte den Teufel den Affen Gottes, der sich fromm darstellt, aber letztlich antichristliche, zerstörerische und eben dämonische und teuflische Absichten hat.

Diese Propheten werden von Johannes als Pseudopropheten enttarnt. Zwei Kapitel vorher (1. Johannes 2, Vers 18 bis 27) sprach er von den falschen Christusseen. In seinen Endzeitreden wies Jesus selbst immer wieder darauf hin, dass sich einerseits Menschen als Christus ausgeben (Matthäus 24, Vers 7) und andererseits viele falsche Propheten auftreten werden (Matthäus 24, Vers 11).

Erschreckend ist dabei die Tatsache, dass diese Irrlehrer, diese falschen Propheten nicht nur aus der Gemeinde kommen (1. Johannes 2, Vers 19), sondern scheinbar auch noch in den Raum der Gemeinde hineinwirken können, sei es durch die gemeinsam erlebte Zeit oder durch persönliche, vielleicht sogar familiäre Beziehungen.

Nicht Redegewandtheit oder Überzeugungskraft, nicht frommes Vokabular und auch nicht Zeichen und Wunder entscheiden über Wahrheit und Lüge, sondern das was diese Propheten sagen und glauben: Jeder Geist, der bekennt, Jesus Christus sei im Fleisch gekommen, ist aus Gott. Und jeder Geist, der Jesus auflöst, ist nicht aus Gott.

Hier wird nicht die biblische Botschaft mit menschlicher Auslegung oder geistliche Einsicht mit menschlicher Ansicht weitergegeben, sondern hier wird ein ganz anderes Evangelium und ein anderer Jesus verkündigt. Diese Frühesoteriker führten den Namen Jesus Christus im Mund. Aber es war für sie undenkbar, dass Christus – die Lichtgestalt – buchstäblich und tatsächlich am Kreuz starb. Dort starb ihrer Ansicht nach höchstens der menschliche Jesus, der sie auch nicht weiter interessierte. Der göttliche Christus hatte schon lange vorher den menschlichen Jesus verlassen. Das Wort vom Kreuz ist und bleibt für die einen ein Ärgernis und für uns ist es das Heil!

Den unterschiedlichen und verlockenden Ansichten ist die Gemeinde Jesu aber nicht schutzlos ausgeliefert, sondern sie kann sehr deutlich den Geist Gottes vom Geist des Antichristen unterscheiden. Johannes gibt uns dafür einen zweifachen Geistertest an die Hand:

1. Wie wird von Jesus Christus gesprochen? - Vers 2

2. Wie wird auf die apostolische Gemeinde gehört? - Vers 6

Eben beim Abendmahl haben wir das apostolische Glaubensbekenntnis miteinander gesprochen. Dieses Bekenntnis ist aus so einem Streit um die Wahrheit, wer Jesus in Wirklichkeit ist, entstanden. Meines Erachtens lässt sich anhand dieses Bekenntnisses sehr gut entscheiden, ob ein Einzelner oder auch eine Gruppe auf dem Boden des Evangeliums steht oder auf einer ganz anderen Basis, ob es sich um den Geist Gottes oder um einen ganz anderen Geist handelt.

2. Der Liebestest

1. Johannes 4, Vers 7 bis 16a und Vers 19 bis 21 (Einheitsübersetzung): Liebe Brüder, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe. Die Liebe Gottes wurde unter uns dadurch offenbart, daß Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben. Nicht darin besteht die Liebe, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.

Liebe Brüder, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben. Niemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet. Daran erkennen wir, daß wir in ihm bleiben und er in uns bleibt: Er hat uns von seinem Geist gegeben. Wir haben gesehen und bezeugen, daß der Vater den Sohn gesandt hat als den Retter der Welt. Wer bekennt, daß Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott, und er bleibt in Gott. Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen.

Wir wollen lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott!, aber seinen Bruder haßt, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht. Und dieses Gebot haben wir von ihm: Wer Gott liebt, soll auch seinen Bruder lieben.

So gut und hilfreich das Apostolische Glaubensbekenntnis die wesentlichen Aussagen des Evangeliums zusammenfasst und auf den Punkt bringt, fehlt dennoch ein wichtiger und wesentlicher Aspekt, den Johannes in den folgenden Versen gleich zweimal aufgreift, Vers 8 und Vers 16: Gott ist die Liebe!

In keiner anderen Religion wird so von Gott gesprochen. Dieser Satz unterscheidet den biblischen Gott von allen anderen Göttern der Religionen und dieser Satz fehlt leider in unserem apostolischen Glaubensbekenntnis!

Davon leben wir, dass Gott uns liebt und diese Liebe ist in Jesus Christus Fleisch geworden und für uns und stellvertretend an unserer Stelle ans Kreuz gegangen, damit wir leben können, ewig leben können.

Das haben wir eben miteinander im Abendmahl bekannt und daran erinnert uns jede Abendmahlsfeier: Sein Tod ist unser Leben!

3. Der Angsttest

1. Johannes 4, Vers 16b bis 18 (Einheitsübersetzung): Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm. Darin ist unter uns die Liebe vollendet, daß wir am Tag des Gerichts Zuversicht haben. Denn wie er, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht gibt es in der Liebe nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Denn die Furcht rechnet mit Strafe, und wer sich fürchtet, dessen Liebe ist nicht vollendet.

Bei den beiden weiteren Tests – dem Liebes-, und dem Angsttest – geht es nicht um gesetzliche Forderungen des Buchstabens, sondern um lebendige Auswirkungen des Geistempfangs. Johannes sagt nicht, WENN du deine Mitchristen liebst und deine Gottesbeziehung angstfrei lebst, DANN bist du ein richtiger Christ; sondern er sagt: WEIL du Christ bist und den Geist Gottes in dir hast und von der Liebe Gottes lebst, DESHALB kannst und wirst du lieben und angstfrei leben!

Zweimal kommt in den folgenden Versen, Vers 12 und Vers 17, ein ganz interessanter Ausdruck vor: seine Liebe ist in uns vollendet - darin ist unter uns die Liebe vollendet.

Wir sind daran gewöhnt nach Zielen für unser Leben, für unsere Firma und auch für unsere Gemeinde zu fragen. Wie wird in fünf Jahren mein Leben aussehen? Was möchte ich bis dahin erreichen? Wie möchte ich mich verändern? Was will ich in dieser Zeit lernen? Wie können wir als Firma expandieren? Wie soll in fünf Jahren unser Gemeindehaus aussehen?

Hier nennt Gott jetzt seine Ziele für unser Leben als Christen:

- wir sollen in der Liebe vollendet werden, indem wir einander lieben

- wir sollen in der Liebe vollendet werden, indem wir angstfrei mit Gott leben

Gottes Ziel für unser Leben als Christen ist unser Wachstum in der Liebe untereinander und im angstfreien Vertrauen zu Gott!

So kann uns der Liebestest und der Angsttest dabei helfen, zu erkennen, wo wir jetzt stehen und wo Gott mit uns hin möchte.

Die Frage ist ja, hat sich etwas in unserem Leben in den letzten fünf - zehn – zwanzig Jahren verändert, an der Art und Weise wie wir als Christen miteinander umgehen, wie wir miteinander reden, wie wir übereinander sprechen, wie wir einander wahrnehmen?

Gehen wir liebevoller miteinander um, mit unseren Kindern, mit unserem Ehepartner, mit unseren Freunden, mit unseren Mitchristen? Fordern wir nur etwas von Anderen ein oder stellen wir z.B. selbst den Müll raus, packen mit an und gestalten mit? Bleiben wir nachtragend oder können wir schnell vergeben?

Und wie ist unsere Beziehung zu Gott gewachsen? Haben wir immer noch Angst vor Gott? Ist mein Glaube in den Jahren meines Christseins gewachsen?

Einen Vers nach dem Hinweis auf die Zunahme der falschen Propheten spricht Jesus vom „Erkalten der Liebe“ (Matthäus 24, 12) als einem weiteren Kennzeichen für die Endzeit.

Irrlehre einerseits und Lieblosigkeit andererseits sind die zwei Seiten der einen Medaille, die uns zeigen, was die Zeit geschlagen hat. Gottes Ziel für seine Kinder ist nicht Individualismus und schon gar nicht Egoismus, sondern die an Christus orientierte Hingabe der Liebe für den Bruder und die Schwester!

Vor Jahren haben wir in unserer Gemeinde den so genannten „Liebe-Lern-Prozess“ (jetzt "Die 3 Farben der Liebe" ) durchgeführt. Einzelne haben mitgemacht. Manche haben dabei resigniert aufgegeben. Andere haben den Kopf geschüttelt. Und wieder andere haben sich total verweigert.

Aber wenn ich Johannes hier richtig verstehe, geht es doch genau darum, oder? Lieben lernen und in diesen Prozess einsteigen, damit wir lieben lernen.

Gottes erklärtes Ziel ist es, dass wir in der Liebe wachsen - zueinander und auf Gott hin. Denn dort wo die Liebe sich ausbreitet, gibt es keinen Platz mehr für die Angst, weder voreinander noch vor Gott, Vers 18 (Gute Nachricht): Wahre Liebe vertreibt die Angst. Wer Angst hat und vor der Strafe zittert, bei dem hat die Liebe ihr Ziel noch nicht erreicht.

Gott will, dass wir in der Liebe wachsen - zueinander und zu ihm hin. Damit sagt Johannes in 14 Versen genau das, was Jesus mit dem Doppelgebot der Liebe meinte, Matthäus 22, Vers 37 bis 40 (Einheitsübersetzung): Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

Es hängt von unserer Entscheidung ab: Aus der Liebe Gottes heraus den anderen und Gott lieben zu wollen.

Oder wie jemand einmal sagte: Liebe ist der bewusste, schöpferische Akt der Zuwendung zu einem Menschen, um ihm im Namen Jesu zu helfen oder eine Freude zu machen, ohne dafür Bedingungen zu stellen.

© Christian A. Schwarz, Der Liebe- Lern- Prozess, Seite 21

Liebe ist ein bewusster Akt. Liebe beginnt mit einer Entscheidung!

Es geht nicht um Gefühle und es geht auch nicht darum, dass ich Liebe von Anderen einfordere, sondern es geht um meine christusgemäße Hingabe! Oder wie es in unserem Wochenspruch, im letzten Vers heißt (Luther): Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe.



Krefeld, den 25. September 2005
Pastor Siegfried Ochs



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